ClearanceKit für MAC
Kostenlose Open-Source-App für den Mac, die sensible Dateien schützt: Sie sperrt per Endpoint Security jeden Prozess ohne Erlaubnisregel aus.
ClearanceKit im Überblick
ClearanceKit ist ein kostenloses Open-Source-Werkzeug, das festlegt, welche Programme auf deinem Mac deine sensiblen Dateien anfassen dürfen. Es nutzt Apples Endpoint-Security-Framework, um Dateisystem-Ereignisse wie Öffnen, Umbenennen, Löschen, Kopieren und das Lesen von Ordnern zu überwachen, und blockiert jeden Prozess, der ohne ausdrückliche Erlaubnisregel auf einen geschützten Pfad zugreift. Gedacht ist es für Entwickler-Rechner, auf denen ein Installationsskript von npm, pip oder brew ohne Sandbox mit deinen vollen Rechten läuft und sonst Ordner wie ~/.ssh, Cloud-Zugangsdaten oder Browser-Cookies lesen könnte.
Regeln erkennen Programme an ihrer Codesignatur, der von macOS geprüften Team ID und Signing ID, statt an Pfad oder Datei-Hash – deshalb funktionieren sie auch nach Updates weiter. Jail-Regeln beschränken einen Prozess und seine Kindprozesse auf bestimmte erlaubte Ordner, und Abstammungsregeln können verlangen, dass der Zugriff von einem vertrauenswürdigen Elternprozess kommt. Verweigerte Zugriffe erscheinen in einem nativen SwiftUI-Fenster, in dem du sie prüfen und deine Richtlinie aufbauen kannst; die Richtlinie lässt sich auch per MDM-Konfigurationsprofil verteilen. ClearanceKit stammt von Craig J. Bass und steht unter der MIT-Lizenz; es baut keine Netzwerkverbindungen auf, sendet keine Telemetrie und hat keine automatischen Updates, neue Versionen lädst du also von der GitHub-Release-Seite. Beim ersten Start musst du die Systemerweiterung aktivieren und ihr Festplattenvollzugriff geben – beides braucht Endpoint Security. Version 5.0.14 schließt eine Sicherheitslücke, über die geschützte Dateien mithilfe von Apples WebKit-Diensten gelesen werden konnten. Eine Mindestversion von macOS nennt der Entwickler nicht.
Die wichtigsten Funktionen
ClearanceKit setzt ein Tor vor deine privaten Ordner.
- Geschützte Pfade: Zugriff verweigern, solange ein Prozess keine Erlaubnisregel hat.
- Signaturregeln: Programme an Team ID und Signing ID erkennen.
- Jail-Regeln: einen Prozess und seine Kinder auf gewählte Ordner beschränken.
- Abstammungsregeln: Zugriff nur im Auftrag eines vertrauenswürdigen Elternprozesses.
- Glob-Muster: Ordner mit den Platzhaltern *, ** und ? schützen.
- Ereignisprüfung: verweigerte Zugriffe in einem nativen SwiftUI-Fenster sehen.
- MDM-Unterstützung: Richtlinien per Konfigurationsprofil verteilen.
- Privat: keine Netzwerkverbindungen, keine Telemetrie, kein Fremdcode.
Neu in Version 5.0.14
ClearanceKit 5.0.14 ist ein Sicherheitsupdate.
- Lücke geschlossen, über die jeder lokale Prozess geschützte Dateien über Apples WebKit-Netzwerkdienst lesen konnte
- Neue Prüfung des verantwortlichen Prozesses: Zugriffe von WebKit-Diensten werden als die App bewertet, für die sie arbeiten, etwa Safari oder Mail
- Risikobestätigung auf das Erlauben von WebKit-Diensten und weitere Einträge für verantwortliche Prozesse ausgeweitet
- Behoben: Der Endpoint-Security-Cache wird nach Änderungen an der Erlaubnisliste jetzt geleert
- Safari-Voreinstellungen aktualisiert
Häufige Fragen zu ClearanceKit
Ist ClearanceKit kostenlos?
Ja. ClearanceKit ist kostenlos und Open Source unter der MIT-Lizenz.
Wovor schützt ClearanceKit?
Es soll begrenzen, was nicht vertrauenswürdiger Code lesen kann, zum Beispiel ein bösartiges npm-postinstall-Skript, das ~/.ssh, Cloud-Zugangsdaten oder Browser-Cookies ausliest. Jeder Prozess ohne Erlaubnisregel wird an geschützten Pfaden blockiert.
Wie erkennt ClearanceKit vertrauenswürdige Apps?
Regeln vergleichen die Team ID und Signing ID in der Codesignatur eines Programms, nicht seinen Pfad oder Datei-Hash. So funktioniert eine Regel nach einem Update weiter, während eine manipulierte oder unsignierte Datei abgewiesen wird.
Was sind Jail-Regeln?
Eine Jail-Regel beschränkt einen bestimmten Prozess auf eine Reihe erlaubter Ordner; jeder Dateizugriff außerhalb davon wird verweigert, und Kindprozesse erben die Beschränkung.
Was braucht ClearanceKit, um zu funktionieren?
Beim ersten Start aktivierst du die Systemerweiterung, die macOS in den Systemeinstellungen bestätigen lässt, und gibst ihr Festplattenvollzugriff. Beides ist für Endpoint Security nötig.
Verbindet sich ClearanceKit mit dem Internet?
Nein. Laut Entwickler baut es keine Netzwerkverbindungen auf, sendet keine Telemetrie und hat keine Abhängigkeiten von Drittanbietern.
Wie aktualisiere ich ClearanceKit?
Es gibt keine automatischen Updates. Neue Versionen findest du auf der GitHub-Release-Seite.
Können Firmen ClearanceKit-Richtlinien verteilen?
Ja. Richtlinien lassen sich über Apple-Konfigurationsprofile aus einem MDM-System ausliefern.
Was ist neu in ClearanceKit 5.0.14?
Es schließt eine Lücke, über die geschützte Dateien mithilfe von Apples WebKit-Netzwerkdienst gelesen werden konnten, und prüft nun den verantwortlichen Prozess, sodass WebKit-Zugriffe als die App bewertet werden, für die sie arbeiten.
Woher stammt der ClearanceKit-Download auf clearancekit.FULLMAC.app?
Der Download-Button führt zur offiziellen Release-Seite von ClearanceKit auf GitHub, https://github.com/craigjbass/clearancekit/releases/latest. clearancekit.FULLMAC.app verändert die App nicht und verpackt sie nicht neu.
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